anja fromm

Hockenheim - Juli 2009

Für den 21. Juli stand mal wieder Hockenhausen mit Speer Racing auf dem Plan, aber leider machte mir eine hartnäckige Grippe einen Strich durch die Spritvernichtungsrechnung. Nachdem ich zuvor tagelang flach lag und Antibiotika immer noch mein bester Freund war, war ans Fahren nicht zu denken. Somit suchte ich im letzten Moment noch einen Ersatzfahrer, damit sich die Kohle für das seit Wochen gebuchte Training nicht komplett in Rauch auflöste. Glücklicherweise fand ich über racing4fun.de einen Fahrer, der natürlich ein Schnäppchen machte. Doch ich war ihm dankbar, dass es überhaupt noch so kurzfristig geklappt hat *in Richtung Stefan zwinker*

Einfahrt Motodrom Ich ließ es mir aber nicht nehmen als Boxencrew, Fotografin und Mädchen für alles mit nach Hockenheim zu gehen. So eine geballte Ladung Rennluft und Wohlfühlsound sollen ja durchaus gesundheitsfördernd sein. Außerdem war es schön, die mittlerweile altbekannten Kringelfreunde zu treffen, mit denen wir uns in einer Box einquartiert hatten.
Meine GSX-R, die wie üblich von Markus in der schnellen Gruppe über den Ring getrieben wurde, haben wir mit den neu erworbenen Reifenwärmern (HSR Classic) bestückt. Die Heizsocken machen einen sehr guten Eindruck. Markus hat von den jeweils ersten Runden nur Positives berichtet; die Reifen und Felgen kommen ordentlich und ausreichend auf Temperatur.

Fahrer Petrus hatte sich übrigens für einen perfekten Sommertag entschieden, die Sonne bretzelte erbarmungslos runter und bei 32 Grad wurde den Fahrern enorm viel abverlangt. Hätte er das lieber mal gerecht verteilt, dann wären wir im Juni in Anneau du Rhin nicht den ganzen Tag bei strömenden Dauerregen unter dem Pavillon gesessen und hätten mehr als 1-2 Turns fahren können. Naja, das gehört halt bei einer gaskranken Freiluftveranstaltung dazu und vielleicht wäre es ja sonst auch langweilig.

Als Nicht-Fahrer hat man an so einem Tag natürlich viel Zeit um das bunte Geschehen auf der Strecke zu beobachten und leider gab es wieder gar unansehnliche und schlichtweg gefährliche Situationen. Es ist stets faszinierend, mit welcher Selbst- äh Fehleinschätzung sich Leute in Gruppen eintragen, in denen sie mit ihrem fahrtechnischen Level völlig fehl am Platz sind und somit letztendlich sich und andere Fahrer in Gefahr bringen. Sehr schön war zu sehen, dass diesem Treiben jedoch nicht lange zugeschaut wird, der Veranstalter hier durchgriff und die Leute in passendere Gruppen umsiedelte. Eine 100%ige Sicherheit wird man nie erreichen können, doch es gibt eben Möglichkeiten das Ganze in eine gute Richtung zu bringen.
Sachskurve Ein weiterer, erwähnenswerter Pluspunkt: auf Nachfrage war eine kurze Einzelinstruktion in den Freifahrer-Gruppen möglich. Hey, wenn schon die Leute von sich aus kommen "Zeig' mir bitte nochmal die richtige Linie", "Was kann ich verbessern?" usw. dann sollte man gerade darüber froh sein und das zeigt doch schließlich auch, dass die Fahrer sicherheitsbewusst unterwegs sein wollen.

Natürlich juckte es mich ständig in den Fingern und ich blickte sehnsüchtig auf die Rennsemmeln. Aber die nächste Gelegenheit wird ja wieder kommen...
Den Tag, den alle Boxen-Bewohner glücklicherweise sturzfrei überstanden haben, haben wir in der Gaststätte "Arena" beim Motorrad Sicherheitszentrum Kronau ausklingen lassen. Das Lokal liegt im Grünen, es gibt leckeres Essen zu fairen Preisen und bietet sich bei einem Hockenheim-Besuch an.
Viele Grüße an Armin, Carsten, Dieter, Markus, Patricia und Uli – vielleicht klappt es ja nochmal im September mit AdR.   »Fotogalerie