anja fromm

Schräglagentraining mit bike-instruktor.de - Juni 2007

Nach den ersten beiden Sportfahrertrainings wurde es immer klarer, dass es ohne das Hanging off auf der Rennstrecke einfach nicht mehr geht. Die Schräglage war auf Grund der vorhandenen Geschwindigkeit auf der Piste viel zu groß, z.B. schrabbelten die Fußrasten der GSX-R auf dem Asphalt. Und nur so am Rande: das Knieschleifen gehört definitiv nicht auf die Landstraße - dort ist es nur was für Poser.
Wir haben bei "unserem" Instruktor Max ein Schräglagentraining mit anschließender Videoanalyse im Schwarzwald gebucht um die ersten Schritte des Hanging offs auch richtig zu lernen. Übungsgelände Das Training fing nach kurzer Theorie mit einem sogenannten Schräglagentrainer an; im Prinzip ein Motorrad mit überdimensionalen Stützrädern. Sieht jedenfalls recht witzig aus das Teil. Max hat uns an dem Tag sogar das aktuelle Modell der Suzuki SV650 präsentiert.

Wieder einmal galt der Grundsatz "lady first" und mit ziemlich gemischten Gefühlen habe ich mich diesem Ungetüm genähert. Mensch, wie kann man denn bei so einer Geschichte dermaßen nervös sein? Ich bin mir bald vorgekommen wie bei meiner allerersten Fahrstunde. Die ersten Runden auf der SV waren schon gewöhnungsbedürftig, jahrelang hatte ich ja quasi dieser aufrechten Sitzposition den Kampf angesagt :-) Am Anfang saß ich sowas von verkrampft auf diesem Ding...

Schräglagenfoto Nach und nach wurde es aber besser und ich traute mich dann auch endlich mal ein bißchen mit dem Allerwertesten in die Kurveninnenseite zu rutschen. Tja, und so drehte ich meine Runden und doch relativ schnell war die Fußraste unten. Mit der neuen Sitzposition fühlte ich mich aber überhaupt noch nicht wohl, wobei es links herum doch etwas besser klappte als rechts herum.

Immer wieder gab Max die entscheidenden Tipps (Lenkimpuls, Blickführung, noch mehr rüberrutschen, Knie weiter rausstellen, ...) und plötzlich macht es "schrabbel" und ich war mit dem linken Knieschleifer auf dem Asphalt - "Touch down"!
Ich wusste gar nicht, dass man unter dem Helm so breit grinsen kann. Was für ein geiles Gefühl, wenn man endlich das Geschrabbel hört :-) Mit dem rechten Knie hat es dann tatsächlich auch noch geklappt, obwohl ich mich bei dieser Seite rein gefühlsmäßig irgendwie nicht so heldenhaft angestellt habe. Aber wie heisst es so schön: das Ergebnis zählt.   »weiterlesen


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